Lea Mbabazi

Lea Mbabazi
Lea Mbabazi

Ich bin Lea Mbabazi (Zu meinen Fotos), ich wurde im Januar geboren, ich glaube es war 2002, vielleicht aber auch später. Ich komme aus Kisharu Kirambi in Masisi, das ist im Kongo. Dort habe ich mit meinen Eltern und meinen zehn Brüdern gelebt, aber ich konnte nicht zur Schule gehen, weil zuerst das Schulgeld für meine Brüder gezahlt werden musste. Meine Mama hat tagsüber Gemüse und andere Pflanzen angebaut, aber Papa war in der Armee vom Kongo. Das war leider sehr gefährlich, wegen den vielen Rebellen, gegen die er kämpfen musste. Eines Tages kam er nicht mehr nach Hause, seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Auch zwei meiner Brüder sind plötzlich verschwunden. Später kamen die Rebellen und der Krieg auch zu uns nach Hause, weswegen ich mit meinen Brüdern und meiner Mama mit dem Bus nach Uganda geflohen bin. Wir konnten außer zwei Töpfen nichts mitnehmen.

Hier in Uganda in Rwamwanja fühle ich mich wohl, weil es hier sicher ist und ich bis zur 7. Klasse kostenlos in die Schule gehen kann. Insgesamt mag ich die Zeit in der Schule am meisten, in meiner Freizeit helfe ich sonst Mama auf den Feldern, hole Wasser oder spiele mit meinen Geschwistern und Freunden, zum Beispiel mit meiner besten Freundin Jeanine. Wir haben uns im Bus kennen gelernt, von der Grenze bis hier nach Rwamwanja. Wenn ich groß bin, möchte ich Ärztin werden, deswegen versuche ich in der Schule sehr viel zu lernen. Was ich nicht mag, ist die Polizei, weil Polizisten mir Angst machen. In den Kongo möchte ich nie wieder zurück, auch wenn ich meinen Papa, meine Brüder und mein Lieblingsessen Cassava mit kleinen Fischen vermisse, denn in Uganda gibt es immer nur Maisbrei und Reis.

*Die Interviews wurden persönlich mit den Kindern geführt und auf die Korrektheit der Angaben geachtet, jedoch können wir diese nicht garantieren. Durch das zweimalige Übersetzen können inhaltliche Fehler entstanden oder Details verloren gegangen sein.