Wirtschaftliche Not

Eigentlich ist die Demokratische Republik Kongo reich: Sie verfügt über viele Rohstoffe, große Süßwasserreserven, riesige tropische Regenwälder  und einen für den Handel günstigen Meerzugang. Doch Jahrzehnte der ausbeuterischen Kolonial- und Postkolonialherrschaft und der Diktatur sowie darauf folgende Kriege haben das zentralafrikanische Land bitterarm gemacht. Die soziale und humanitäre Situation der 80 Millionen Einwohner ist prekär. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen stand die Demokratische Republik Kongo 2015 auf dem vorletzten Platz von 187 aufgelisteten Ländern. Durchschnittlich stirbt jedes neunte Kind, nur jede*r Zweite hat Zugang zu sauberen Trinkwasser und laut dem BMZ leiden 75% der Bevölkerung an extremer Armut. Menschen, die aus wirtschaftlicher Not oder Armut flüchten, haben laut Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 zwar keinen Anspruch auf Asyl, jedoch gewährt Uganda auch diesen Geflüchteten subsidiären Schutz, da sie bei einer Rückkehr in ihr Geburtsland der Demokratischen Republik Kongo um ihr Leben und ihre Menschenwürde fürchten müssten. Uganda bietet ihnen die Möglichkeit neu anzufangen und ein neues Leben zu leben, das nicht auf fundamentalen Existenzängsten gebaut ist.

Die ugandisch- kongolesische Grenze stellt für Viele die Hoffnung auf ein besseres Leben dar
Die ugandisch- kongolesische Grenze stellt für Viele die Hoffnung auf ein besseres Leben dar